China baut Hochspannungsleitung für Erneuerbare in Brasilien

Brasilien will eine nachhaltige Zivilisation, China unterstützt.

China und Brasilien arbeiten laut der staatlichen chinesischen Nachrichtenagentur Xinhua gemeinsam an der Förderung nachhaltiger Energieentwicklung. Branchenexperten zufolge soll diese Zusammenarbeit Brasiliens Energieversorgung diversifizieren und den Weg zu einer ökologischen Zivilisation unterstützen.

Brasilien und China hatten bereist vor einem Jahr eine Absichtserklärung unterzeichnet, um die Zusammenarbeit bei der Energiewende und der nachhaltigen Rohstoffgewinnung zu stärken. Die Vereinbarung wurde im Rahmen des BRICS-Gipfels in Rio de Janeiro formalisiert.

Angleichung für grüne Entwicklung

Zhou Zhiwei von der Chinesischen Akademie der Sozialwissenschaften hob die Übereinstimmung zwischen Brasiliens Politik der „Neuen Industrie“ und Chinas Strategie für grüne Entwicklung hervor. Die brasilianische Initiative, die auf die Reindustrialisierung des Landes zwischen 2024 und 2026 abzielt, konzentriert sich auf die Energiewende.

Wichtige Entwicklungen in der Energieinfrastruktur

Ein Meilenstein dieser Partnerschaft ist der kürzlich erfolgte Baubeginn eines 1.468 Kilometer langen Höchstspannungs-Übertragungsprojekts (UHV) durch die State Grid Corporation of China. Das Projekt, dessen Inbetriebnahme für 2029 geplant ist, wird erneuerbare Energien durch Brasilien transportieren und die CO₂-Emissionen deutlich reduzieren. Zuvor haben die UHV-Projekte von State Grid in Belo Monte die Energieverteilung in Brasilien erfolgreich optimiert und so den Übergang zu einer kohlenstoffarmen Wirtschaft gefördert.

Innovationen aus dem Privatsektor

Neben den staatlichen Initiativen tragen auch private chinesische Unternehmen zur Energiewende in Brasilien bei. Die CHINT Group, ein Anbieter intelligenter Energielösungen, hat ihre Aktivitäten in Brasilien ausgebaut und unter anderem eine Fabrik für intelligente Stromzähler in Manaus eröffnet. Auch EP Equipment hat seine Produkte an die besonderen klimatischen Bedingungen Brasiliens angepasst und damit den Elektromobilitätssektor des Landes gestärkt.

Internationale Zusammenarbeit für nachhaltiges Wachstum

Um diese Zusammenarbeit zu fördern, haben die brasilianische Entwicklungsbank und die chinesische Export-Import-Bank einen Investitionsfonds in Höhe von einer Milliarde US-Dollar für nachhaltige Projekte aufgelegt.Dies ist zwar im internationalen Vergleich eine eher niedrige Summe. Doch zum einen ist es ein erster Schritt. Und er zeigt, dass China wie schon bei der Künstlichen Intelligenz versucht, Projekte innerhalb eines darstellbaren Rahmens aufzusetzen.

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