Die China Gold Association protestiert gegen die Aufnahme bestimmter chinesischer Goldunternehmen auf die Uyghur Forced Labor Prevention Act (UFLPA)-Sanktionsliste durch das US-Heimatschutzministerium. Die London Bullion Market Association (LBMA) hatte darauf die Suspendierung der Unternehmen verfügt.
Die chinesische Vereinigung erklärte laut der staatlichen chinesischen Global Times, die Vorwürfe der Zwangsarbeit in Xinjiang seien unzutreffend, die US-Maßnahmen instrumentalisierten Menschenrechtsfragen und förderten protektionistischen Handel. Die Vereinigung forderte die LBMA auf, ihre unrechtmäßige Entscheidung zu korrigieren, um gemeinsam einen fairen und geordneten internationalen Goldmarkt zu gewährleisten.
Die Vereinigten Staaten hatten zuvor ein Importverbot gegen 43 weitere chinesische Unternehmen wegen mutmaßlicher Menschenrechtsverletzungen an Uiguren und anderen Minderheiten. Betroffen sind Firmen entlang der Lieferketten von Elektronik über Lebensmittel bis hin zu Metallen.
Die UFLPA-Liste geht davon aus, dass Waren, die ganz oder teilweise von gelisteten Unternehmen hergestellt werden, unter Einsatz von Zwangsarbeit produziert wurden und nicht in die Vereinigten Staaten eingeführt werden dürfen, sofern die Importeure nicht das Gegenteil beweisen können.
Shandong Gold Mining, das Vermögenswerte oder Projekte in China, Argentinien, Ghana und Namibia besitzt, wurde ebenfalls gelistet, zusammen mit Unternehmen wie Shandong Gold Smelting. In der US-Mitteilung hieß es, die Gruppe beziehe Gold aus Xinjiang, und eine ihrer Tochtergesellschaften besitze und betreibe die größte einzelne Goldmine der Region.
China ist der weltweit größte Goldproduzent und -konsument. Die US-Sanktionen und die Folgemaßnahmen der LBMA werden als weitere Ausweitung des Wettbewerbs zwischen China und den USA um kritische Mineralien und Rohstoffe gesehen, nach ähnlichen Auseinandersetzungen bei Seltenen Erden und Photovoltaik.
