Nach Huthi-Erfolg: Sucht Saudi-Arabien Aussöhnung mit dem Iran?

Saudi-Arabien könnte sich nach den jüngsten Gebietsgewinnen der Huthis zu einer Annäherung an den Iran gezwungen sehen.

Dieses von der US Navy veröffentlichte Foto zeigt eine F/A-18 Super Hornet des Jagdbombergeschwaders (VFA) 102 bei der Landung auf dem Flugzeugträger USS George Washington (CVN 73) der Nimitz-Klasse am 13. September 2026. (Foto: Navy Office of Information / AFP)
Dieses von der US Navy veröffentlichte Foto zeigt eine F/A-18 Super Hornet des Jagdbombergeschwaders (VFA) 102 bei der Landung auf dem Flugzeugträger USS George Washington (CVN 73) der Nimitz-Klasse am 13. September 2026. (Foto: Navy Office of Information / AFP)

Die Huthis seien die effektivste Stellvertretertruppe des Irans, da sie Angriffen Saudi-Arabiens, der Vereinigten Arabischen Emirate und der USA wiederholt widerstanden hätten. Das sagte Scott Uehlinger, ehemaliger hochrangiger CIA-Offizier und Militäranalyst, dem Sender Al Jazeera.

Dies stelle für die US-Regierung ein Problem dar: Sollten die Amerikaner Saudi-Arabien nicht unterstützen, könnte Saudi-Arabien angesichts massiv gesunkener Ölexporte „dem Iran die Hand zur Versöhnung reichen“. Genau das wollten die Vereinigten Staaten allerdings vermeiden.

Treffen Irans mit den Golfstaaten abgesagt

Uehlinger bezeichnete das abgesagte Treffen am Montag im Oman zur Straße von Hormus als wichtiges Signal.

„Das könnte daran liegen, dass die Vereinigten Staaten möglicherweise um eine Verschiebung des Treffens gebeten haben, um sich mit Saudi-Arabien abzustimmen und eine Lösung zu finden“, sagte er und fügte hinzu, Washington befürchte, Saudi-Arabien könnte, falls es keine Unterstützung erhalte, ein Abkommen mit dem Iran anstreben, um seine sinkenden Ölexporte auszugleichen.

Die Golfstaaten hatten ein entscheidendes Treffen mit dem Iran zur Verwaltung der Straße von Hormus aufgrund fehlenden Konsenses verschoben.

Das Treffen der Außenminister war für Montag im Oman geplant. Dort sollten der Iran und seine arabischen Nachbarn über ein Abkommen zwischen Teheran und Maskat zur vorübergehenden Regelung des Schiffsverkehrs durch die Straße beraten.

Teheran gab jedoch einen anderen Grund für die Verschiebung des Treffens an: Ein iranisches Frachtschiff wurde am frühen Sonntagmorgen vor der Insel Qeshm in der Straße von Hormus angegriffen, wie iranische Staatsmedien berichteten. Die staatliche iranische Nachrichtenagentur IRNA zitierte den Gouverneur von Qeshm mit der Aussage, ein „terroristischer Feind“ sei für den Angriff am Sonntag verantwortlich, bei dem ein Mensch getötet und vier weitere verletzt worden seien.

Vom US-Militär, das im Zuge seiner Blockade iranischer Häfen bereits Schiffe unter iranischer Flagge angegriffen hat und sich nun einer neuen Bedrohung durch iranische ballistische Raketen gegenübersieht, die auf seine Kriegsschiffe abgefeuert werden, gab es zunächst keine Stellungnahme.

Seit Beginn des Krieges der USA und Israels gegen die Islamische Republik im Februar hat der Iran den Schiffsverkehr durch die Straße stark eingeschränkt und sie damit zu einem Hauptschauplatz des Konflikts gemacht. Die Ölpreise stiegen nach Bekanntgabe der Verschiebung.

Der omanische Außenminister Badr Albusaidi erklärte, dass das für morgen in Salalah geplante Regionaltreffen im verschoben werde, um einen Konsens zu erreichen. „Wir setzen uns weiterhin für einen Dialog ein, der Stabilität und dauerhafte Zusammenarbeit in unserer Region fördert“, schrieb er in einem Beitrag auf X.

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