Eine am 13. Oktober 2026 in Communications Earth & Environment veröffentlichte Studie zeigt, dass der tropische Pazifik nach einer Phase globaler Erwärmung über Jahrhunderte in einem stärker El-Niño-ähnlichen mittleren Zustand verbleiben kann. Grundlage der Untersuchung sind Klimamodellsimulationen, die Entwicklungen über mehrere hundert bis tausend Jahre abbilden.
Wärmeträgheit des Ozeans wirkt über Jahrhunderte
Nach Angaben der Forschenden spielt dabei vor allem die langsame Anpassung des Südlichen und tiefen Ozeans eine Rolle. Diese Meeresbereiche erwärmen sich in den Simulationen teilweise weiter, obwohl die CO₂-Emissionen bereits beendet sind. Dadurch bleiben unter anderem Veränderungen der Passatwinde, der Niederschlagszonen und der Temperaturverteilung im tropischen Pazifik bestehen.
Die Modelle zeigen zudem eine erhöhte Häufigkeit extremer El-Niño-Ereignisse über lange Zeiträume. Wie stark sich die allgemeine El-Niño-Southern-Oscillation verändert, ist allerdings stärker vom jeweiligen Klimamodell abhängig. Die Studie ist in Communications Earth & Environment erschienen.
