Bei Gesprächen in Peking warb Wang Yi für Waffenruhe und politische Lösungen. Zugleich wollen China und die Vereinigten Arabischen Emirate ihre wirtschaftliche Zusammenarbeit ausbauen.
Der chinesische Außenminister Wang Yi hat in Peking Khaldoon Khalifa Al Mubarak empfangen, den Sondergesandten des Präsidenten der Vereinigten Arabischen Emirate für China-Angelegenheiten. Thema waren die bilateralen Beziehungen und die Lage im Nahen Osten.
Wang erklärte, China wolle sich weiter für eine umfassende Waffenruhe, politische Lösungen und eine Wiederaufnahme von Verhandlungen einsetzen. Frieden könne nur durch gemeinsame diplomatische Anstrengungen erreicht werden.
Al Mubarak informierte die chinesische Seite über die Lage am Golf und die Bemühungen der Emirate. Abu Dhabi wolle die Abstimmung mit Peking vertiefen. Zudem stellte er ein mögliches Treffen der Staatsführungen noch in diesem Jahr in Aussicht.
Wirtschaftliche Zusammenarbeit
Neben der regionalen Lage ging es um den Ausbau der Wirtschaftsbeziehungen. Potenzial sehen beide Seiten vor allem bei Energie, erneuerbaren Energien, künstlicher Intelligenz und Hochtechnologie.
Sun Degang von der Fudan-Universität sagte der staatlichen chinesischen Zeitung Global Times, der Besuch zeige wachsende Erwartungen der Emirate an Chinas Rolle bei der Entschärfung regionaler Spannungen. Angesichts einer aus seiner Sicht sinkenden Bereitschaft der USA, Konflikte im Nahen Osten zu lösen, suche Abu Dhabi verstärkt die diplomatische Abstimmung mit Peking.
Ding Long von der Shanghai International Studies University erklärte der Global Times, der Besuch diene der Vorbereitung eines möglichen China-Besuchs des Präsidenten der Emirate, dem Austausch über die regionale Lage und der Umsetzung gemeinsamer Projekte.
Ein solcher Besuch würde nach seiner Einschätzung die Bedeutung der Beziehungen zwischen Abu Dhabi und Peking unterstreichen. Zugleich dürfte China versuchen, seinen politischen und wirtschaftlichen Einfluss in der Region weiter auszubauen.
