US-Präsident Donald Trump hat sich offen für ein gemeinsames Treffen mit Russlands Präsident Wladimir Putin und Chinas Staatschef Xi Jinping gezeigt. Einen Termin oder eine Vereinbarung für einen solchen Dreiergipfel gibt es bislang allerdings nicht. Als möglicher Rahmen gilt der APEC-Gipfel im November im chinesischen Shenzhen.
Trump sagte am Montag vor dem Weißen Haus, ein Treffen solle aus seiner Sicht vor allem der nuklearen Abrüstung dienen. „Wir würden uns treffen, um über Atomwaffen und Denuklearisierung zu sprechen“, sagte Trump laut Reuters. „Wenn Präsident Xi das will, würde ich es machen.“
Die Ukraine wäre für Trump dabei offenbar nicht das Hauptthema. „Ich würde es machen – nicht so sehr wegen der Ukraine“, sagte er. Russland habe sich in der Ukraine „offen gesagt, in Ordnung verhalten“ und zuletzt „nicht viel getan“. Ein solches Treffen würde er „auf Grundlage der Denuklearisierung“ ansetzen.
Trump griff zugleich den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj an. Dieser helfe bei den Verhandlungen „nicht besonders viel“, sagte Trump nach einem ausführlicheren Reuters-Bericht. „Es ist Zeit, dass jemand anderes im Namen der Ukraine verhandelt.“
Die Initiative für das Dreierformat kommt aus Moskau. Der Kreml erklärte am Montag, Putin, Trump und Xi könnten sich am Rande des APEC-Gipfels treffen; die Möglichkeit eines solchen Treffens sei bereits in Gesprächen zur Sprache gekommen. Eine feste Vereinbarung gibt es jedoch nicht.
China hält sich bislang zurück. Auf die direkte Frage, ob Peking einem von Putin vorgeschlagenen Treffen von Xi, Trump und Putin zur Ukraine zustimmen würde, sagte Außenamtssprecherin Mao Ning am Montag lediglich: „Ich habe derzeit keine Informationen mitzuteilen.“ Das geht aus dem Protokoll des chinesischen Außenministeriums hervor.
Auch beim von Trump genannten Thema nukleare Abrüstung gibt es einen deutlichen Vorbehalt Pekings. China erklärte bereits am Freitag, sein Atomwaffenarsenal liege „keineswegs auf demselben Niveau“ wie das der USA und Russlands. Es sei deshalb derzeit „weder fair noch vernünftig noch realistisch“, China zu trilateralen Abrüstungsgesprächen mit Washington und Moskau aufzufordern, erklärte Mao Ning laut Außenministerium.
