Trump lehnt Vorschlag des Iran zur Hormus-Krise ab

Der amerikanische Präsident hat die Vorschläge der Iraner zur Wiederöffnung der Straße von Hormus abgelehnt. Die iranische Führung erklärt, sie könne den USA nach den Erfahrungen der vergangenen Monate nicht mehr trauen.

US-Präsident Donald Trump (Republikaner) und US-Senator Bill Hagerty (Republikaner aus Tennessee) betrachten einen Laptop, der von Trumps persönlicher Assistentin Natalie Harp gehalten wird, während sie das Auftaktspiel der Tennessee Volunteers gegen die Texas Longhorns in der Southeastern Conference (SEC) im Neyland Stadium in Knoxville, Tennessee, am 26. September 2026 verfolgen. (Foto: Jim Watson / AFP)
US-Präsident Donald Trump (Republikaner) und US-Senator Bill Hagerty (Republikaner aus Tennessee) betrachten einen Laptop, der von Trumps persönlicher Assistentin Natalie Harp gehalten wird, während sie das Auftaktspiel der Tennessee Volunteers gegen die Texas Longhorns in der Southeastern Conference (SEC) im Neyland Stadium in Knoxville, Tennessee, am 26. September 2026 verfolgen. (Foto: Jim Watson / AFP)

US-Präsident Donald Trump hat den iranischen Vorschlag für eine Waffenruhe und eine Wiederöffnung der Straße von Hormus zurückgewiesen. „Ich lehne ihren Vorschlag ab. Sie wollen eine Vereinbarung, bei der sie die Meerenge sofort öffnen, weil sie so deutlich verlieren“, sagte Trump am Samstag vor dem Weißen Haus laut der Nachrichtenagentur AFP. Zugleich schloss er eine Vereinbarung grundsätzlich nicht aus. Die Iraner wollten ein Abkommen, sagte Trump, und er selbst schließe ebenfalls gerne Vereinbarungen.

Der von Teheran vorgelegte Plan sieht vor, die Straße von Hormus innerhalb einer Woche wieder für den Schiffsverkehr zu öffnen. Nach Angaben des iranischen Außenministers Abbas Araghchi soll Washington dafür unter anderem die Seeblockade iranischer Häfen aufheben, Sanktionen auf iranische Ölverkäufe aussetzen und eingefrorene iranische Vermögenswerte freigeben. Vorgesehen ist zudem eine Einstellung der Kampfhandlungen in der Region, unter anderem im Libanon und im Jemen. Die Bedingungen orientieren sich an einer im Juni zwischen den USA und dem Iran vereinbarten Absichtserklärung.

Peseschkian: Kein Vertrauen in Washington

Der iranische Präsident Massud Peseschkian erklärte unterdessen in einem Interview mit Al Jazeera, Teheran habe nach den bisherigen Erfahrungen kein Vertrauen mehr in Verhandlungen mit den USA. „Wir haben kein Vertrauen in die amerikanische Seite und wissen nicht, auf welcher Grundlage mit ihr eine Verständigung erreicht werden kann“, sagte Peseschkian. Frühere Gesprächsrunden seien aus iranischer Sicht von neuen Angriffen und Sanktionen gefolgt worden.

Trotz des Misstrauens setzt Teheran nach den Worten Peseschkians weiter auf Verhandlungen. Katar und Pakistan übermittelten derzeit Botschaften zwischen dem Iran und den USA, sagte er Al Jazeera. Grundlage der Gespräche sei die im Juni zwischen beiden Seiten vereinbarte Absichtserklärung. Washington müsse nun deutlich machen, wie es zu dieser Vereinbarung stehe, nachdem sie im vergangenen Monat ausgelaufen sei.

Öffnung der Straße von Hormus nach einer Einigung

Peseschkian wies zugleich die Darstellung zurück, der Iran allein habe die Straße von Hormus blockiert. Die USA hätten zuvor die Verkehrswege des Iran eingeschränkt, sagte er im Gespräch mit Al Jazeera. Die Krise lasse sich durch Verhandlungen statt durch weitere Gewalt lösen. Komme es zu einer Vereinbarung über ein Ende des Krieges, könne die Wasserstraße wieder für die Handelsschifffahrt geöffnet werden.

Der iranische Präsident sprach sich zudem dafür aus, die Sicherheit in der Region stärker durch die dortigen Staaten selbst zu gewährleisten. Die Region brauche keinen „regionalen Polizisten“, sagte Peseschkian. Er warf den USA und Israel vor, Staaten der Region gegeneinander auszuspielen, und rief zugleich zu einer stärkeren Zusammenarbeit zwischen den islamischen Ländern auf. Auch die Konflikte zwischen den Huthi im Jemen und Saudi-Arabien sollten nach seiner Darstellung durch Gespräche gelöst werden.

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