Trump euphorisch über Pakt zwischen Türkei, Saudi-Arabien und Pakistan

Der militärische Beistandspakt zwischen der Türkei, Saudi-Arabien und Pakistan scheint im Interesse der USA zu sein.

Dieses vom türkischen Präsidialamt am 7. August 2026 veröffentlichte Foto zeigt den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan (links), den saudischen Kronprinzen Mohammed bin Salman (Mitte) und den pakistanischen Premierminister Shehbaz Sharif bei einem Treffen in Mekka. (Foto: Türkisches Präsidialamt / AFP)

Der amerikanische Präsident Donald Trump hat sich am Sonntag begeistert über den jüngsten Deal zwischen der Türkei, Saudi-Arabien und Pakistan geäußert. Trump schrieb auf seiner privaten Website Truth Social: „Ich freue mich sehr, dass Saudi-Arabien, die Türkei und Pakistan kürzlich und endlich das Gemeinsame Verteidigungsabkommen von Mekka unterzeichnet haben. Es zeigt, wie der Nahe Osten zusammenrückt und wie die Länder sich endlich wirksamer verteidigen können. Herzlichen Glückwunsch an die Führungsriege der drei genannten Nationen! Dies ist ein großer, mutiger und wichtiger erster Schritt – wow! Präsident Donald J. Trump“.

Der pakistanische Premierminister Shehbaz Sharif würdigte Trumps Statement am Montag. Sharif schrieb auf X, die drei Länder würden eine konstruktive Rolle bei der Verteidigung ihrer jeweiligen Länder und der gesamten Region spielen. Sharif dankte Trump „für seine mutige und entschlossene Führung loben, die dazu beigetragen hat, eine nukleare Katastrophe in Südasien abzuwenden und Millionen von Menschenleben zu retten“.

Was das Lob wert ist, ist schwer zu beurteilen. Es könnte ein Hinweis darauf sein, dass der Deal doch eher gegen den Iran gerichtet ist. Demnächst läuft der Waffenstillstand zwischen dem Iran und den USA aus. Neue Kämpfe sind zu erwarten. Sollte Saudi-Arabien angegriffen werden, müssten die Türkei und Pakistan in den Krieg eintreten. Dies wäre durchaus im Interesse der USA und Israels.

Die Vermutung, der Pakt richte sich gegen Israel, könnte eine Finte sein, um eine geschlossene Front gegen den Iran zu bilden. Die regierungsnahe türkische Zeitung betont in einem Kommentar zu dem Deal, die Kalkulation der Türkei sei „pragmatisch“: Israel habe Ankara im vergangenen Jahr deutlich gemacht, was auf die Türkei zukomme. Im Februar habe Israels ehemaliger Premierminister Naftali Bennett vor einem amerikanischen Publikum erklärt, die Türkei sei das neue Iran und der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan versuche, Israel „einzukreisen“. Israels ehemaliger Verteidigungsminister Yoav Gallant habe westliche Regierungen aufgefordert, Waffenlieferungen an die zweitgrößte Armee der NATO zu überdenken.

Unmittelbar nach dem Deal hatte der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu mit dem indischen Premierminister Narendra Modi telefoniert und auf eine engere Anbindung an Griechenland, die griechisch-zyprische Verwaltung, Indien und die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) gegen die neue Allianz gedrängt.

Die nächste Phase im Krieg gegen den Iran dürfte zeigen, ob es sich bei der israelisch-türkischen Fehde um Theaterdonner handelt, weil bei Staaten am Ende auf die US-Regierung angewiesen sind.

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