Bund-Renditen geben nach, Lage bleibt fragil

Nach dem kräftigen Ausverkauf der vergangenen Tage haben sich deutsche Staatsanleihen leicht erholt. Doch hohe US-Renditen und die Aussicht auf weitere Zinsschritte halten den Druck auf den Rentenmärkten hoch.

Die Blasengefahr bleibt.

Am deutschen Anleihemarkt hat sich der jüngste Ausverkauf etwas abgeschwächt. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen fiel zuletzt auf rund 3,50 Prozent, nachdem sie am Dienstag mit 3,57 Prozent den höchsten Stand seit 2009 erreicht hatte. Auch bei 30-jährigen Bundesanleihen gab die Rendite auf rund 3,88 Prozent nach, nachdem sie zuvor bis auf 3,92 Prozent und damit nahe an die Vier-Prozent-Marke gestiegen war.

Ob die Entspannung anhält, ist allerdings offen. Nach der Zinserhöhung der Fed stieg die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen wieder auf rund 5,02 Prozent. Die US-Notenbank stellte zudem mindestens einen weiteren Zinsschritt in Aussicht. Das erhöht auch den Druck auf europäische Anleiherenditen.

In Japan bleiben die Renditen ebenfalls hoch. Zehnjährige Staatsanleihen rentierten zuletzt bei rund 3,02 Prozent, 20-jährige bei gut 3,9 Prozent. Der Markt wartet nun auf die Bank of Japan, von der ebenfalls eine weitere Straffung erwartet wird.

Die Aktienmärkte in Asien waren zuvor überwiegend fester. Der Nikkei gewann rund 0,7 Prozent, der Kospi 1,4 Prozent und der Shanghai Composite 0,7 Prozent. Nach dem strafferen Fed-Signal dürfte der Fokus nun erneut auf den Anleiherenditen liegen.

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