KI-Branche unter Druck: CoreWeave-Aktie bricht ein

Die Zweifel an der Finanzierung des KI-Booms setzen die Branche unter Druck. Der Cloudanbieter CoreWeave legte am Mittwoch einen Absturz hin.

Auch die Anleihen von CoreWeave gerieten am Mittwoch massiv unter Druck. Eine Anleihe mit Laufzeit bis 2032 fiel auf weniger als 78 Prozent ihres Nennwerts. Tesla-Chef Elon Musk kommentierte den Kursverfall auf seiner Plattform X mit einem knappen „Yikes“. Laut Bloomberg preisen Kreditderivate inzwischen eine Wahrscheinlichkeit von mehr als 50 Prozent für einen Zahlungsausfall innerhalb der kommenden fünf Jahre ein.

Hohe Schulden belasten KI-Branche

CoreWeave stellt Rechenleistung für Kunden wie OpenAI und Microsoft bereit und finanziert den Ausbau seiner Rechenzentren größtenteils über Kredite. Steigende Finanzierungskosten gefährden zunehmend die Rentabilität. Die Anleihen des Unternehmens rentieren inzwischen mit rund 15 Prozent.

Auch in anderen Bereichen der KI-Branche wächst die Nervosität. Nach milliardenschweren Investitionen in Chips und Rechenzentren hinterfragen Anleger, ob die künftigen Einnahmen die hohen Ausgaben rechtfertigen. Aktien von Halbleiter- und Ausrüstungsherstellern standen ebenfalls unter Druck. Broadcom-Chef Hock Tan verglich das Verhalten mancher KI-Investoren zuletzt mit Glücksspiel.

CoreWeave-Chef weist Sorgen zurück

CoreWeave-Chef Michael Intrator erklärte, die finanzielle Lage des Unternehmens reiche aus, um die Schulden zu bedienen. Die Märkte reagierten irrational und verstünden das Geschäftsmodell nicht ausreichend.

Trotz des Kurssturzes liegt die CoreWeave-Aktie noch mehr als 60 Prozent über ihrem Ausgabekurs beim Börsengang im März 2025. Die Entwicklung zeigt jedoch, wie stark die hohen Schulden und steigenden Finanzierungskosten inzwischen zum Risiko für den weiteren Ausbau der KI-Infrastruktur werden.

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