Chinesische Forscher haben im westlichen Pazifik ein großes hydrothermales Feld mit hohen Metallkonzentrationen entdeckt. Nach ersten Untersuchungen könnten die dortigen polymetallischen Sulfidvorkommen die Größenordnung bedeutender Tiefsee-Lagerstätten erreichen.
Das Feld liegt in einem Back-Arc-Becken innerhalb der chinesischen ausschließlichen Wirtschaftszone. Die Forscher fanden dort mehrere große mineralisierte Strukturen in 700 bis 1.500 Metern Tiefe. An hydrothermalen Quellen wurden Temperaturen von mehr als 315 Grad Celsius gemessen.
Proben enthielten unter anderem Kupfer-, Eisen- und Zinkerze. Einzelne Proben wiesen bis zu 15,4 Gramm Gold und 1.271 Gramm Silber pro Tonne Gestein auf. Nach Angaben des chinesischen Staatssenders CCTV lagen auch die durchschnittlichen Konzentrationen teils deutlich über denen vieler Lagerstätten an Land.
Die Expedition wurde von Forschern mehrerer chinesischer Universitäten und Institute mit dem Forschungsschiff Xiangyanghong 10 durchgeführt. Während der 18-tägigen Fahrt absolvierten sie sieben Tauchgänge.
In dem Gebiet wurden außerdem Lebensgemeinschaften mit Garnelen, Krebsen, Muscheln und extremophilen Organismen dokumentiert.
Eine wirtschaftliche Förderung gilt derzeit als unsicher. Hoher Wasserdruck und schwierige geologische Bedingungen erschweren einen möglichen Tiefseebergbau.
