Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj teilte am Samstagmorgen mit, Russland habe in der Nacht vom 4. auf den 5. September erstmals seit Langem die Flughäfen Kiew-Schuljany und Boryspil gezielt angegriffen.
Selenskyj brachte die Angriffe mit Diskussionen über die Möglichkeit eines US-Flugzeugs in Verbindung, das in die Ukraine fliegen und auf einem der beiden Flughäfen landen könnte.
Er sagte laut der Ukarinska Pravda: „Diese russischen Angriffe auf die Flughäfen sind eindeutig eine Reaktion auf die Diskussionen und Vorbereitungen für einen möglichen US-Flug in die Ukraine mit einer Landung auf dem Flughafen Kiew oder dem Flughafen Boryspil.“
Der russische Präsident Wladimir Putin hat den russischen Streitkräften befohlen, ab Mitternacht des 6. September drei Tage lang keine Angriffe auf Kiew durchzuführen, wie Kremlsprecher Dmitri Peskow laut russischen Staatsmedien mitteilte.
Peskow erklärte laut dem Kyiv Independent, die vorübergehende Einstellung der Angriffe stehe im Zusammenhang mit den Vorbereitungen für den Besuch der US-Gesandten Steve Witkoff und Jared Kushner in Kiew. Der Besuch ist Teil der jüngsten Bemühungen von US-Präsident Donald Trump, ein Ende des russischen Krieges gegen die Ukraine auszuhandeln.
Die Ankündigung erfolgte wenige Stunden nach der Landung von Witkoff und Kushner in Moskau zu Gesprächen mit Putin.
Deren Flug landete am Morgen auf dem Moskauer Flughafen Wnukowo. Kirill Dmitrijew, Putins Sondergesandter und Generaldirektor des Russischen Direktinvestitionsfonds (RDIF), empfing die beiden laut der staatlichen russischen Nachrichtenagentur Tass am Flughafen.
Putin erklärte, Witkoff und Kushner seien in Russland jederzeit willkommen und Moskau freue sich auf die Zusammenarbeit mit ihnen. Der Sprecher des russischen Präsidenten, Dmitri Peskow, hatte Reportern zuvor mitgeteilt, der Kreml werde nach Abschluss der Konsultationen Moskaus mit den US-Unterhändlern darüber berichten.
Zuvor hatte es Spekulationen gegeben, Putin habe sich gegen weitere Treffen gewehrt, weil die bisherigen Begegnungen erfolglos geblieben seien. Kürzlich stattete dann CIA-Direktor John Ratcliffe Moskau einen Kurzbesuch ab. Was genau dabei besprochen wurde ist unbekannt.
Russland hatte am Freitag das Hauptgebäude des ukrainischen Geheimdienstes SBU bombardiert.
