Der Anteil der Befragten in Deutschland, die den Klimawandel für eine der wichtigsten Herausforderungen halten, ist seit 2022 deutlich von 39% auf 23% im Jahr 2026 laut der Umfrage von Statista Consumer Insights gesunken. Das entspricht einem Rückgang um 16 Prozentpunkte in fünf Jahren.
Damit verliert das Thema sichtbar an öffentlicher Priorität. Andere Sorgen wie wirtschaftliche Probleme oder akute Krisen dürften in den letzten Jahren relativ wichtiger geworden sein. Sinkende Wahrnehmung könnte den politischen Druck für ehrgeizige Klimamassnahmen abschwächen, da Zustimmung und Aufmerksamkeit oft Voraussetzung für große Reformen sind.
Klimapolitik müsse man sich leisten können, meint Folker Hellmeyer von der Netfonds AG: „Die Kosten der geplanten Transition liegen laut DIHK bis 2050 bei 4,5 bis 5,0 Billionen EUR (aktuelle Staatsverschuldung rund 2,8 Billionen EUR), ohne das unsere Klimapolitik etwas am großen Bild im CO2 Sektor ändern würde. Die Opferung unseres Geschäftsmodells und damit unserer Zukunftsfähigkeit beginnt Unternehmen und Bürger zunehmend zu erreichen. Genau das bedingt den Umschwung des Meinungsbildes. Wenn wir den Weg der Zerstörung unseres Geschäftsmodells fortsetzten, werden die Klimaziele übrigens mangels Finanzierbarkeit niemals erreicht werden können:“
