Ölpest erreicht Küste der Vereinigten Arabischen Emirate

Nach einem Tankerunglück hat Öl die Küste des Emirats Umm Al Quwain erreicht. Die Behörden haben Strände gesperrt und mit Reinigungsarbeiten begonnen.

Satellitenkarte: World News Monitor (mit Hilfe von KI erstellt)
Satellitenkarte: World News Monitor (mit Hilfe von KI erstellt)

In den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) sind nach einem Ölunfall sämtliche Strände und Küstenbereiche des Emirats Umm Al Quwain vorübergehend geschlossen worden. Das Umweltministerium der Vereinigten Arabischen Emirate bestätigte am Freitag, 23. Oktober, dass Öl aus einem Tanker die Küste erreicht hat. Einsatzkräfte versuchen derzeit, die Ölpest einzudämmen und betroffene Bereiche zu reinigen. Das berichten unter anderem Reuters und die emiratische Zeitung Aletihad.

Nach Angaben des Ministeriums wurde die Verschmutzung durch das technische Umweltüberwachungssystem des Landes entdeckt. Spezialteams hätten anschließend mit Absperr-, Eindämmungs- und Reinigungsmaßnahmen begonnen. Gleichzeitig werden Küstenabschnitte untersucht, um festzustellen, wie stark Meer und Lebensräume betroffen sind. Wie groß der Ölteppich insgesamt ist und wie viel Öl ausgetreten ist, wurde bislang nicht offiziell bekannt gegeben.

Ölgeruch auch in anderen Emiraten

Bewohner von Sharjah, Ajman und Umm Al Quwain hatten zuvor einen starken, kraftstoffähnlichen Geruch gemeldet. Das Umweltministerium führt diesen auf den Ölunfall zurück. Nach Einschätzung der Behörden geht von dem Geruch derzeit keine Gesundheitsgefahr für die Bevölkerung aus. Fischer und andere Nutzer der Küstengewässer wurden dennoch aufgefordert, die betroffenen Gebiete zu meiden.

Auf einem Satellitenbild vom 21. Oktober soll Öl rund 25 Kilometer vor der Küste von Umm Al Quwain zu erkennen gewesen sein. Nach einem Bericht von The National bewegte sich die Verschmutzung mit den Meeresströmungen in Richtung Küste. Die Zeitung berichtet außerdem unter Berufung auf internationale Schifffahrtsquellen, dass es sich bei dem betroffenen Schiff möglicherweise um den Tanker „Gem No. 2“ handelt. Diese Zuordnung wurde vom zuständigen Ministerium bislang jedoch nicht offiziell bestätigt.

Gefahr für empfindliche Küstenökosysteme

Ölunfälle können besonders für Küstenregionen langfristige Folgen haben. Öl kann sich auf Stränden, in Mangrovengebieten und auf Wattflächen ablagern und dort Tiere sowie Pflanzen schädigen. Fachleute warnen außerdem davor, dass die vollständige Reinigung verschmutzter Küsten je nach Ausmaß des Unfalls lange dauern kann.

Die Behörden wollen die Strände von Umm Al Quwain erst wieder öffnen, wenn die Untersuchungen abgeschlossen und ausreichende Schutzmaßnahmen getroffen sind. Wie schwer die ökologischen Schäden tatsächlich sind, lässt sich derzeit noch nicht zuverlässig beurteilen.

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