Hegseth hängt US-Generäle an den Lügendetektor

Der amerikanische Kriegsminister will seinen Militärs wegen eine Berichts über Munitionsmangel auf den Zahn fühlen.

(Von links nach rechts) Der US-Unterstaatssekretär für Verteidigungspolitik, Elbridge Colby, der Vorsitzende der Vereinigten Stabschefs, General Dan Caine, und der US-Verteidigungsminister Pete Hegseth, am 2. September 2026 im Pentagon. (Foto: Kent NISHIMURA / AFP)

Wegen eines Berichts über Munitionsmangel bei den US-Streitkräften hat das Pentagon laut Medienberichten mit Lügendetektor-Tests bei hochrangigen Militärangehörigen begonnen. Etwa 50 Mitglieder des Planungs- und Beratungsstabs des Verteidigungsministeriums seien verpflichtet worden, die sogenannten Polygrafentests zu absolvieren, berichtete die New York Times.

Hegseth, dem auch Ambitionen auf die Trump-nachfolge nachgesagt werden, konsolidiert seit einiger Zeit seine Macht im Pentagon.

Auch CBS News berichtete über den umfangreichen Einsatz von Lügendetektoren, um herauszufinden, wie als geheim eingestufte Informationen über die Munitionsbestände in die Hände von Journalisten gelangten. Generalstabschef Dan Caine sei nicht getestet worden. Beide Medien beriefen sich auf namentlich nicht genannte Beamte.

Auf Anfrage der Nachrichtenagentur AFP wollte der Sprecher des Verteidigungsministeriums, Sean Parnell, die Berichte nicht kommentieren und erklärte, er äußere sich nicht zu „internen Personal- oder Ermittlungsangelegenheiten“. Das Pentagon nehme aber „alle Leaks klassifizierter Informationen zur nationalen Sicherheit äußerst ernst und gehe ihnen entsprechend nach“. Dies sei „entscheidend, um die Sicherheit der Vereinigten Staaten und unserer weltweit eingesetzten Truppen zu gewährleisten“.

Im Juli hatten US-Medien berichtet, dass Washington wegen Versorgungsbedenken nach mehreren Monaten Krieg gegen den Iran seine Munition rationiere. Regierungsvertreter wiesen die Berichte vehement zurück. Präsident Donald Trump erklärte, die USA hätten „riesige Mengen“ Munition, räumte jedoch ein: „Von einigen der hochentwickelten Sachen hätten wir sicherlich gerne mehr.“

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