Im politischen Umfeld von US-Präsident Donald Trump ist der Erfolg von Flávio Bolsonaro in der ersten Runde der brasilianischen Präsidentschaftswahl mit deutlicher Zustimmung aufgenommen worden. Trump selbst sprach am Montag von einem „großen Sieg“ und bezeichnete das Ergebnis als „unglaublich“. Bolsonaro war am Sonntag mit 47,03 Prozent der Stimmen vor Amtsinhaber Luiz Inácio Lula da Silva mit 45,16 Prozent gelandet. Beide treten am 25. Oktober in der Stichwahl gegeneinander an.
Republikaner feiern Bolsonaro-Erfolg
Auch mehrere Republikaner und Trump-Vertraute feierten Bolsonaros Abschneiden. Jason Miller, ein langjähriger Trump-Berater, gratulierte den brasilianischen Bolsonaro-Wählern und zeigte sich erfreut über das Ergebnis. Der republikanische Senator Mike Lee aus Utah teilte einen Beitrag Bolsonaros und schrieb, Sozialismus funktioniere „nirgendwo“ und Brasilien werde „bald frei sein“. Der republikanische Abgeordnete Carlos Gimenez aus Florida erklärte ebenfalls, die „Freiheit“ komme nach Brasilien und Lulas Regierung werde bald enden.
Rubio zurückhaltender – USAID im Fokus
Zurückhaltender äußerte sich US-Außenminister Marco Rubio. Er sagte lediglich, die Wahl sei „wie von allen erwartet“ in die zweite Runde gegangen, und vermied eine ausdrückliche Unterstützung für Bolsonaro. Donald Trump Jr. wiederum stellte das Ergebnis in einen größeren politischen Zusammenhang und führte Wahlerfolge rechter Parteien in Lateinamerika auf den Abbau der US-Entwicklungsbehörde USAID zurück. Er warf der Behörde ohne Belege vor, linke Organisationen und Aktivisten unterstützt zu haben. Elon Musk griff diese Darstellung ebenfalls auf und kritisierte USAID.
Die Aufgaben von USAID werden seit der weitgehenden Auflösung der Behörde vom US-Außenministerium übernommen. Inwieweit über diese Strukturen inzwischen konservative oder rechte Parteien und Organisationen im Ausland unterstützt werden, ist derzeit nicht bekannt.
