In Frankfurt ist die gemeinsame Demonstration von „Gen Z regelt“ und „Generation Aufbruch“ am Samstagabend nach schweren Ausschreitungen aufgelöst worden. Nach Polizeiangaben beteiligten sich rund 8.000 Menschen, die Veranstalter nannten etwa 10.000. Der Zug war am Nachmittag zunächst friedlich durch die Innenstadt gezogen, berichtet die Hessenschau.
Angriffe auf Einsatzkräfte
Auf dem Weg in die Innenstadt stoppte die Polizei den Zug mehrfach, nachdem Pyrotechnik und Böller gezündet worden waren. Nach ersten Angaben wurde dabei ein Mensch durch Pyrotechnik verletzt.
Gegen 18.20 Uhr löste die Polizei die Versammlung auf. Hessens Innenminister Roman Poseck sprach von etwa 100 Störern, die Einsatzkräfte massiv angegriffen hätten. Nach seiner Darstellung wurden Pyrotechnik, Flaschen und Steine auf Polizisten geworfen. Mehrere Beamte wurden verletzt. Die Polizei setzte Pfefferspray ein und zog Wasserwerfer hinzu.
Eingeschlagene Schaufenster und Plünderungen
Nach der Auflösung kam es zwischen Hauptwache und Konstablerwache zu weiteren Ausschreitungen. dpa-Reporter beobachteten, wie Schaufensterscheiben eingeschlagen und Waren aus Geschäften entwendet werden sollten. Die Polizei sperrte Teile der Zeil ab und forderte Unbeteiligte auf, den Bereich zu verlassen. Videos auf X zeigen, wie Jugendliche die Scheiben eines Bekleidungsgeschäfts einschlagen sowie andere Jugendliche, die den Laden im Laufschritt mit Kleidungsstücken beladen verlassen.
Bei einem Angriff auf ein Waffengeschäft nahm die Polizei mehrere Personen fest und stellte zwei Waffen sicher. Ein Polizeisprecher bestätigte den Einsatz, machte zunächst aber keine Angaben zur Art der sichergestellten Waffen.
Veranstalter distanzieren sich
„Generation Aufbruch“ erklärte die Demonstration nach der Auflösung für beendet und forderte die Teilnehmer auf, das Gebiet friedlich zu verlassen. Organisator Mubarik Sabir distanzierte sich von der Gewalt.
Zunächst friedlicher Verlauf
Der größte Teil des Protestzuges war zuvor ohne größere Zwischenfälle durch Frankfurt gezogen. Die Demonstrierenden forderten unter anderem mehr Geld für Bildung, niedrigere Lebenshaltungskosten, stärkeren Klimaschutz und ein Nein zur Wehrpflicht.
