Die slowakische Polizei hat nach eigenen Angaben einen geplanten Brandanschlag auf eine Drohnenfabrik im Osten des Landes vereitelt. Wäre der Anschlag ausgeführt worden, hätte er „einen Großbrand verursachen können“, erklärte die Polizei am Dienstag. Dadurch hätten rund 70 Beschäftigte gefährdet und Sachwerte in Höhe von mehreren zehn Millionen Euro beschädigt werden können. Nähere Angaben zum betroffenen Unternehmen machte die Polizei nicht.
Zwei Verdächtige seien in der Slowakei und ein weiterer in Deutschland festgenommen worden, teilte die Polizei mit. Weitere Angaben zu den Verdächtigen oder mutmaßlichen Auftraggebern machte die Polizei zunächst nicht. Auf Anfrage der Nachrichtenagentur AFP lehnte sie zusätzliche Auskünfte ab.
Das EU- und Nato-Mitglied Slowakei grenzt im Osten an die Ukraine. Im Land stellen mehrere Unternehmen Drohnen her, darunter die ukrainische Firma Skyeton.
Die Polizei erklärte, den drei festgenommenen Verdächtigen werde vorgeworfen, „im Auftrag“ gehandelt und den Anschlag vorbereitet zu haben. Keiner der Festgenommenen sei slowakischer Staatsbürger. Die Ermittler seien aufgrund von Informationen des slowakischen Geheimdienstes tätig geworden.
Bei ihren Einsätzen beschlagnahmte die Polizei eigenen Angaben zufolge unter anderem eine „große Menge“ eines Brandgemischs sowie Werkzeuge und Mobiltelefone.
