Das Pentagon hat das US-Zentralkommando CENTCOM angewiesen, Vorbereitungen für eine mögliche Wiederaufnahme größerer Kampfoperationen gegen Iran abzuschließen. Das berichtet Axios unter Berufung auf amerikanische und israelische Quellen. Präsident Donald Trump habe noch keine Entscheidung über einen neuen Angriff getroffen. Nach dem Bericht gehört ein Militärschlag vor den US-Zwischenwahlen zu den diskutierten Optionen. Bereits Anfang Oktober hatten führende US-Sicherheitsvertreter in Camp David über Iran sowie den Krieg zwischen Saudi-Arabien und den Huthis beraten.
Türkei und Pakistan unterstützen Saudi-Arabien
Saudi-Arabien, die Türkei und Pakistan aktivierten am 5. Oktober erstmals die kollektiven Abschreckungsmaßnahmen ihres im August geschlossenen Verteidigungspakts. Eine gemeinsame Erklärung kündigte die schnelle Bereitstellung vereinbarter militärischer Kräfte und Fähigkeiten in Saudi-Arabien an. Pakistan beschreibt seine Rolle vor allem als defensiv. Der pakistanische Verteidigungsminister Khawaja Asif erklärte laut Al Jazeera, pakistanische und türkische Kräfte übernähmen unterstützende Aufgaben, darunter Aufklärung, während die direkten Kampfhandlungen von saudischen Streitkräften geführt würden.
Huthis greifen Flughäfen und Schiffe an
Am Dienstag bestätigte die saudische Zivilluftfahrtbehörde Angriffe auf die Flughäfen Jazan und Najran nahe der jemenitischen Grenze. Drei Menschen wurden nach offiziellen Angaben leicht verletzt, außerdem entstand Sachschaden. Einen Tag später meldete die saudisch geführte Koalition den Abschuss einer von den Huthis gestarteten ballistischen Rakete nördlich von Riad. Die international anerkannte jemenitische Regierung beschuldigte die Huthis zudem, den Flughafen Aden mit ballistischen Raketen und Drohnen angegriffen zu haben.
Auch die Schifffahrt ist betroffen. Im Juli erklärten die Huthis, den saudischen Tanker NCC Ghazal im Roten Meer mit ballistischen Raketen angegriffen zu haben. UKMTO meldete eine Explosion in der Nähe eines Tankers. Zuvor hatten die Huthis Angriffe auf die Tanker Encelia und Layla gemeldet; bei der Encelia bestätigten saudische Behörden einen Treffer. Im August meldeten die Huthis einen weiteren Angriff auf den saudischen Tanker Amzan vor Yanbu. Die saudische Reederei Bahri bestätigte einen Sicherheitsvorfall. Anfang Oktober wurden laut Al Jazeera innerhalb einer Woche mindestens sieben Tanker-Zwischenfälle in den regionalen Seewegen registriert; diese waren allerdings nicht sämtlich den Huthis zuzurechnen.
Saudi-Arabien führt die Kampfoperationen
Saudi-Arabien hat seine Luftangriffe im Jemen ausgeweitet. Die saudisch geführte Koalition erklärte, 100 Kampfflugzeuge seien an der Unterstützung der Offensive der international anerkannten jemenitischen Regierung beteiligt gewesen. Ein US-Vertreter sagte Al Jazeera, rund 200 amerikanische Berater befänden sich zur Unterstützung der Kampagne in Saudi-Arabien; außerdem würden amerikanische Aufklärungsinformationen genutzt. Pakistan und die Türkei übernehmen nach den veröffentlichten Angaben vor allem unterstützende und defensive Aufgaben. Die direkten Kampfoperationen werden weiterhin von den saudischen Streitkräften geführt.
