CIA-Chef zu Gesprächen in Moskau

Der Chef des US-Geheimdienstes CIA ist nach Moskau gereist. Er soll dort Gespräche führen.

Washington (AFP) – Der Chef des US-Geheimdienstes CIA, John Ratcliffe, ist nach Moskau gereist. Er wolle dort am Dienstag Gespräche führen, berichteten der Sender CBS News und die Plattform Axios. Zuvor war dem Flugbeobachtungsportal Flightradar 24 zufolge ein US-Militärflugzeug von Lettland in Richtung des Moskauer Flughafens Wnukowo geflogen. 

Kreml-Sprecher Peskow sagte laut der staatlichen russischen Nachrichtenagentur Tass, es gäbe keine offiziellen Verhandlungen mit den Amerikanern.

Die USA hatten laut CBC die Ukraine letzte Woche gebeten, zwischen Montag und Mittwoch dieser Woche keine Luftangriffe auf Moskau, St. Petersburg und einige nördliche Gebiete Russlands durchzuführen, da ein Flugzeug mit einem hochrangigen US-Beamten an Bord in die russische Hauptstadt fliegen würde.

Anna Paulina Luna, Abgeordnete des US-Repräsentantenhauses, eine Republikanerin aus Florida, begrüßte Berichte über einen Besuch des CIA-Direktors John Ratcliffe in Russland.

„Der CIA-Direktor leistet Großartiges für die USA!“, schrieb sie auf X. Im März war eine Delegation der Staatsduma auf Einladung Lunas zu Arbeitssitzungen in Washington auf Besuch. Damit sei „der jahrelang eingefrorene interparlamentarische Dialog zwischen den USA und Russland effektiv wieder aufgenommen“ worden, schreibt die Tass.

Enttäuschung für Ukraine

Für die Ukraine gab es unterdessen eine Enttäuschung: Der republikanische Senator James Lankford aus Oklahoma lobte am Dienstag nach einem Besuch in Kiew die moderne Ausstattung des ukrainischen Militärs, räumte aber ein, Präsident Wolodymyr Selenskyj nicht versprechen zu können, dass der Kongress die lang erwarteten Sanktionen gegen Russland in absehbarer Zeit verabschieden werde.

„Soweit ich es verstanden habe, plant das Repräsentantenhaus, sich im September mit dem Thema zu befassen. Aber natürlich lege ich den Zeitplan nicht fest“, sagte Lankford dem Magazin Politico und merkte an, dass Selenskyj auf eine baldige Verabschiedung gedrängt habe. „Er ist sehr an zusätzlichem wirtschaftlichem Druck auf Russland interessiert, da er weiß, dass jeder Dollar, den sie erhalten, für den Kauf von Waffen verwendet wird, um Ukrainer zu töten.“







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