„No Kings“: Proteste gegen Trump, die Massen kamen aber nicht

In zahlreichen Städten der USA gab es am Wochenende Aktionen der „No Kings“-Bewegung teilgenommen. Massen-Demos waren es allerdings nicht.

Am 17. Oktober 2026 demonstrierten Menschen in Houston, Texas, unter dem Motto „Keine Könige: Früh wählen“. (Foto: RONALDO SCHEMIDT / AFP)
Am 17. Oktober 2026 demonstrierten Menschen in Houston, Texas, unter dem Motto „Keine Könige: Früh wählen“. (Foto: RONALDO SCHEMIDT / AFP)

In Städten und Gemeinden in den USA haben am Samstag, dem 17. Oktober, erneut „No Kings“-Aktionen gegen Donald Trump stattgefunden. Anders als bei früheren Protesttagen stand diesmal die Mobilisierung für die Zwischenwahlen am 3. November besonders im Mittelpunkt. Unter dem Motto „No Kings: Vote Early“ riefen die Veranstalter dazu auf, von Möglichkeiten zur vorzeitigen Stimmabgabe Gebrauch zu machen.

Hunderte am Lincoln Memorial

In Washington versammelten sich einige Hundert Menschen am Lincoln Memorial. Auf Schildern standen unter anderem Aufforderungen zur frühen Stimmabgabe und zum Schutz des Wahlrechts.

Auch in Atlanta fand eine Kundgebung statt. Dort rief Stadtrat Michael Julian Bond die Teilnehmer dazu auf, selbst wählen zu gehen und andere zur Stimmabgabe zu bewegen.

Der Aktionstag knüpfte an frühere „No Kings“-Proteste gegen Trump und seine Regierung an. Diesmal stand jedoch stärker die direkte Mobilisierung von Wählern im Vordergrund.

Keith Ellison tritt in Minneapolis auf

In Minneapolis kamen Hunderte Menschen im Commons Park zusammen. Minnesotas demokratischer Attorney General Keith Ellison gehörte dort zu den Rednern. Neben politischen Ansprachen gab es Musik, Angebote für Familien und Informationen zur Wahl.

Die Veranstalter hatten die Kundgebung bewusst als Veranstaltung zur Wählermobilisierung angelegt. Wahlberechtigte sollten sich über ihre Möglichkeiten informieren und zur frühen Stimmabgabe bewegt werden.

Hunderte demonstrieren in Los Angeles

Auch in Los Angeles versammelten sich Hunderte Menschen im Gloria Molina Grand Park. Nach Redebeiträgen zog eine Demonstration durch die Innenstadt.

Zu den Rednerinnen gehörte die demokratische kalifornische Staatssenatorin Sasha Renée Pérez. Sie sprach über Wahlrecht und kritisierte die Einwanderungspolitik der Trump-Regierung sowie die Einsätze der Einwanderungsbehörde ICE.

Die Kundgebung verlief nach Angaben der Polizei friedlich. Festnahmen wurden nicht gemeldet.

Warren spricht bei Wahlkundgebung in Maine

Am selben Tag trat auch die demokratische Senatorin Elizabeth Warren in Portland im Bundesstaat Maine auf. Sie sprach im Deering Oaks Park vor mehr als 1.000 Menschen bei einer Wahlkundgebung, die zeitgleich mit dem landesweiten „No Kings“-Aktionstag stattfand, aber nicht offiziell von der Bewegung organisiert wurde.

Warren warb gemeinsam mit demokratischen Kandidaten für eine hohe Wahlbeteiligung und griff die Politik Trumps sowie der republikanischen Mehrheit im Kongress an.

Protest und Wahlmobilisierung

Auch in anderen Teilen des Landes fanden lokale Veranstaltungen statt. In der San Francisco Bay Area gehörten dazu Aktionen am Ocean Beach sowie in Oakland.

Damit setzte die Bewegung am Samstag einen anderen Schwerpunkt als bei ihren vorherigen landesweiten Protesttagen. Die Kritik an Trump blieb sichtbar, gleichzeitig rückten die bevorstehenden Wahlen stärker in den Vordergrund. Die Teilnehmer sollten sich über die Stimmabgabe informieren, früh wählen und andere Wahlberechtigte zur Teilnahme an der Wahl bewegen.

About WNM Redaktion 623 Articles
Die Artikel des World News Monitor (WNM) werden von Redakteuren recherchiert und geschrieben. Die Technologie von NewsTech hilft beim Auffinden von Themen und bei der Vertiefung der Recherche. Vor jeder Veröffentlichung erfolgt eine finale Qualitätskontrolle durch einen Redakteur.