Der Vorsitzende der US-Notenbank Federal Reserve, Kevin Warsh, hat eine Zinserhöhung signalisiert, sollte die Inflation nicht bald sinken. Er warnte, der anhaltende Anstieg der Preise sei Anlass zur Sorge.
In seiner Rede auf dem Jackson Hole Symposium der Federal Reserve Bank von Kansas City erklärte Warsh, die Zinsexperten stünden vor großen Herausforderungen, sollten die Preissteigerungen in der größten Volkswirtschaft der Welt nicht bald nachlassen.
„Der Fokus der Fed sollte derzeit vorrangig auf den Preisen liegen“, sagte Warsh in seiner bisher detailliertesten Analyse der aktuellen wirtschaftlichen Lage in den USA. Warsh beschrieb den Arbeitsmarkt als weitgehend robust, warnte aber: „Was die Preisstabilität betrifft, die zu unserem Mandat gehört, sind die Zahlen besorgniserregender.“
Seine Rede erfolgte nur wenige Monate vor den wichtigen Zwischenwahlen. Donald Trump, der Warsh für den Vorsitz der US-Notenbank (Fed) nominiert hat, setzte sich unermüdlich für niedrigere Zinse ein und kritisierte seinen Vorgänger Jay Powell massiv dafür, diese nicht deutlich gesenkt zu haben.
Warsh erklärte am Freitag, die Fed habe ihr Zwei-Prozent-Ziel seit 65 Monaten verfehlt und signalisierte, dass die Zentralbank die Leitzinsen ohne baldige Fortschritte von ihrem derzeitigen Niveau zwischen 3,5 und 3,75 Prozent anheben müsse.
„Mein Maßstab ist folgender: Wir müssen sicher sein, dass sich die Kerninflation unserem Zielwert klar und ausreichend schnell annähert“, sagte der Fed-Chef. „Andernfalls haben wir Handlungsbedarf.“
