Schmelzende Gletscher erhöhen im Himalaya das Risiko schwerer Überschwemmungen und anderer Naturgefahren, wie der British Antarctic Survey (BAS) am Dienstag meldete.
Anlass ist die schwere Flut an der Grenze zwischen Nepal und Tibet Ende August. Nach Angaben der Forscher brachen dort Gletschereis und Gestein ab und lösten eine Flut aus, die Dörfer, Straßen und Brücken zerstörte. Satellitenbilder bestätigten einen Kollaps von Gletscher und darunterliegendem Fels, wie die Nachrichtenagentur AP berichtete.
Ungewöhnlich warmes Wetter könnte laut BAS zu dem Unglück beigetragen haben. Messungen in rund zehn Kilometern Entfernung deuteten darauf hin, dass verstärkte Schmelze Wasser in Gletscherspalten gebracht und dadurch die Verbindung zwischen Eis und Fels geschwächt haben könnte.
Im Himalaya befinden sich laut BAS fast 90.000 Gletscher, die zehn große Flusssysteme speisen. Die Forscher fordern eine bessere Überwachung der Region und grenzüberschreitende Frühwarnsysteme, um die Bevölkerung künftig früher vor Überschwemmungen und Gletscherabbrüchen warnen zu können.
