Die US-amerikanischen und israelischen Streitkräfte haben konkrete Pläne für erneute Angriffe gegen den Iran nach den US-Zwischenwahlen entwickelt. Das berichtet die New York Times unter Berufung auf anonym Regierungsquellen.
Im Zuge der Planung einer kurzen, aber intensiven Operation hätten die US-amerikanischen und israelischen Streitkräfte ihre Übungen verstärkt und Flugzeuge über dem Irak eingesetzt, um Angriffsmanöver zu trainieren. Verteidigungsminister Pete Hegseth soll sich diese Woche in Israel mit Premierminister Benjamin Netanjahu getroffen haben, um neue Angriffe zu besprechen, so US-Beamte.
Die israelische Luftwaffe hatte sich bei ihren Flügen bis nahe an die iranische Grenze begeben.
Zu den Zielen sollten laut der New York Times die iranische Energieinfrastruktur, Atomanlagen sowie das Raketen- und Drohnenarsenal gehören. Es herrscht offenbar die Hoffnung, dass eine weitere große Angriffswelle die iranische Wirtschaft an den Rand des Zusammenbruchs bringen und das Land nach fast acht Monaten Konflikt zu diplomatischen Zugeständnissen zwingen könnte.
Revolutionsgarden warnen
Das Marinekommando der iranischen Revolutionsgarden erklärte unterdessen laut Al Jazeera, Washingtons „Beharren darauf, Schiffe illegal durch verminte Gewässer zu schicken, habe zu einer zunehmenden Zahl von Zwischenfällen auf See geführt“. Sollten die USA diese Praxis abstellen, werde „sich die Konfrontation auf die Stützpunkte der Aggressoren in der Region ausweiten“, hieß es in der Erklärung, wie die halbamtliche Nachrichtenagentur Tasnim berichtete. Dies sei „eine ernstzunehmende Warnung“.
Zuvor hatte die Revolutionsgarde mitgeteilt, dass ihre Streitkräfte vier Schiffe, die an Öltransfers im Golf beteiligt waren, angegriffen und in Brand gesetzt hätten, während drei weitere Schiffe westlich der Straße von Hormus auf Minen liefen.
Die Bösen gaben am Donnerstag aufgrund der angespannten Lage nach, der Ölpreis stieg.
