Kalifornien bereitet sich auf El Niño vor

Kalifornien verstärkt angesichts des sich entwickelnden El Niño den Hochwasserschutz.

Gouverneur Gavin Newsom hat vorsorglich den Notstand ausgerufen. Nach Angaben der kalifornischen Staatsregierung sollen Behörden Schutzmaßnahmen beschleunigen, Notfallausrüstung bereitstellen und gefährdete Straßen und Infrastruktur auf die Wintersaison vorbereiten.

„Wir warten nicht, bis die Stürme dieser Saison vor unserer Tür stehen“, erklärte Caroline Thomas Jacobs, Leiterin der Katastrophenschutzbehörde, in der Mitteilung der Staatsregierung. Auch die Nationalgarde wird auf mögliche Hochwasser- und Rettungseinsätze vorbereitet.

Die Wasserbehörde hat bereits 4,4 Millionen Sandsäcke an verschiedenen Standorten im Bundesstaat bereitgestellt, berichtete der kalifornische Sender KQED am 21. September. Genehmigungen für vorbeugende Schutzmaßnahmen sollen beschleunigt werden.

An der Küste drohen zusätzliche Gefahren durch vorübergehend erhöhte Meeresspiegel. „Wir erwarten wahrscheinlich die höchsten jemals an der kalifornischen Küste gemessenen Meeresspiegel“, sagte der Meeresforscher Mark Merrifield vom Scripps-Institut laut einem KQED-Bericht vom 13. August. Besonders gefährlich wäre das Zusammentreffen hoher Wasserstände mit starkem Wellengang und Winterstürmen.

El Niño bezeichnet eine ungewöhnliche Erwärmung des tropischen Pazifiks, die Wetterlagen verändert. Das Phänomen kann stärkere Winterstürme in Kalifornien begünstigen. Ein nasser Winter oder bestimmte Unwetter seien dadurch jedoch nicht garantiert, so die Regierung.

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