Europäische Spitzenpolitiker sind am Sonntag im finnischen Rovaniemi zu Beratungen über die künftige Rolle der Europäischen Union in der Arktis zusammengekommen. Der European Arctic Summit findet am 13. und 14. September statt und soll einen gemeinsamen europäischen Ansatz für die Region stärken. Laut der finnischen Regierung gewinnen Fragen der Sicherheit, Stabilität und nachhaltigen Entwicklung in der Arktis zunehmend an Bedeutung.
Der Gipfel fällt in eine Phase, in der die EU ihre bisherige Arktispolitik überarbeitet. Dabei sollen wirtschaftliche und geopolitische Veränderungen ebenso berücksichtigt werden wie Umwelt- und Klimafragen. Laut der Europäischen Kommission gehören Klimawandel, Umweltschutz, nachhaltige Entwicklung und internationale Zusammenarbeit zu den Themen der Neuausrichtung. Die Kommission verweist unter anderem auf zurückgehendes Meereis und wachsenden Druck auf die empfindlichen Ökosysteme der Region.
Bei einem Arbeitsessen am Sonntag kamen Vertreter mehrerer europäischer Staaten und EU-Institutionen zusammen. Gastgeber ist der finnische Ministerpräsident Petteri Orpo. Unter den Teilnehmern sind EU-Ratspräsident António Costa und die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas. Auch die Regierungschefs Norwegens und Islands waren zu dem Arbeitsessen eingeladen, laut Angaben der finnischen Regierung.
Die Beratungen werden am Montag fortgesetzt. Laut dem Europäischen Auswärtigen Dienst sollen dann die aktuelle Entwicklung in der Arktis, Sicherheitsfragen sowie die künftige Rolle der Europäischen Union im Mittelpunkt stehen. Konkrete Beschlüsse wurden für den Sonntag zunächst nicht angekündigt.
