Brasilien hat den Kampf gegen die Brände im Amazonas-Gebiet verstärkt. Nach Angaben des brasilianischen Umweltministeriums wurden zusätzliche Einsatzkräfte und Löschflugzeuge in die Region geschickt. Besonders schwierig ist die Lage rund um Manaus, wo Trockenheit und schwer zugängliche Gebiete die Arbeit der Feuerwehr erschweren.
Rauch wird zum Gesundheitsproblem
Neben den Flammen belastet vor allem der Rauch die Bevölkerung. In Manaus verschlechterte sich die Luftqualität zeitweise deutlich. Das Umweltministerium ließ deshalb zusätzliche Messstationen aufstellen. Besonders für Kinder, ältere Menschen und Personen mit Atemwegserkrankungen kann der Feinstaub zum Problem werden.
Feueraktivität deutlich erhöht
Satellitendaten des brasilianischen Weltraumforschungsinstituts INPE zeigen, dass die Feueraktivität im Bundesstaat Amazonas deutlich höher liegt als im vergleichbaren Zeitraum des Vorjahres. Ein Teil der Brände wird durch Menschen verursacht, etwa bei der Räumung von Flächen. Die Behörden haben ihre Kontrollen gegen illegale Brandrodungen deshalb verschärft.
Trockenheit verschärft die Lage
Längere Trockenperioden begünstigen die Ausbreitung der Feuer, weil ausgetrocknete Vegetation schneller brennt und Löscharbeiten erschwert. Gleichzeitig ist die Entwaldung im brasilianischen Amazonasgebiet laut INPE zuletzt zurückgegangen. Das zeigt jedoch nicht automatisch, dass auch die Brandgefahr sinkt.
Brände auch in Kalifornien und Indonesien
Auch in Kalifornien kämpfen Feuerwehren gegen mehrere aktive Waldbrände. Nach Angaben von CAL FIRE erschweren Trockenheit und Wind vielerorts die Löscharbeiten und können Evakuierungen notwendig machen.
In Indonesien sind vor allem Brände auf trockenen Torfböden problematisch. Sie können sich unterirdisch ausbreiten und über längere Zeit Rauch freisetzen. Die Wetterbehörde BMKG beobachtet besonders auf Sumatra und Borneo zahlreiche Brandherde.
