Ätna-Asche legt Flughafen Catania lahm

Asche aus dem Ätna und Gewitter haben den Flugverkehr über Sizilien beeinträchtigt.

Ascheausbruch am Ätna. (Screenshot: Euronews)
Ascheausbruch am Ätna. (Screenshot: Euronews)

Starke Ascheemissionen des Ätna haben am Sonntag den Flugverkehr am internationalen Flughafen Catania-Fontanarossa massiv beeinträchtigt. Der Flughafen blieb bis 23.59 Uhr für Starts und Landungen geschlossen. Damit war der Betrieb bereits den zweiten Tag in Folge ausgesetzt.

Die vulkanische Aktivität hatte sich am Samstag verstärkt. Aus dem Nordostkrater des Ätna wurde eine größere Aschewolke ausgestoßen, die nach Angaben des italienischen Instituts für Geophysik und Vulkanologie INGV auf etwa vier Kilometer Höhe stieg und nach Süden in Richtung Catania zog. Für den Luftverkehr wurde zeitweise die höchste Warnstufe Rot ausgegeben. Teile des Luftraums rund um den Vulkan wurden gesperrt. Sky TG24 berichtete über die zunehmenden Einschränkungen bereits am Samstag.

Die Sperrung des Flughafens sollte ursprünglich am Sonntagmittag enden. Wegen der anhaltenden Ascheemission verlängerte die Flughafengesellschaft SAC die Maßnahme jedoch bis 23.59 Uhr. Sky TG24 berichtete, dass damit auch am Sonntag keine regulären Ankünfte und Abflüge möglich waren.

Auch die türkische Nachrichtenagentur Anadolu meldete am 27. September die fortdauernde Ascheemission und die Schließung des Flughafens. .

Zusätzlich war die Region bereits am Vortag von schweren Gewittern betroffen. In Catania kam es zu Überflutungen und erheblichen Verkehrsproblemen. Nach Angaben von Sky TG24 wurden wegen des Unwetters mehrere Flüge nach Palermo, Trapani und Comiso umgeleitet.

Die Aktivität kam nicht völlig überraschend. Bereits fünf Tage zuvor hatte das INGV vor häufigen explosiven Phasen an den Gipfelkratern, Aschewolken und einer möglichen schnellen Intensivierung gewarnt. Am 24. September setzte das Vulkanobservatorium die Luftfahrt-Warnstufe für den Ätna auf Rot. Eine konkrete Vorhersage für den 27. September gab es jedoch nicht: Das INGV betont, dass sich die Aktivität des Ätna kurzfristig und ohne eindeutige Vorzeichen verändern kann.

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