Mehrere Tage mit extremem Regen haben Teile der thailändischen Hauptstadt unter Wasser gesetzt. Straßen und Wohnviertel wurden überflutet, Tausende Menschen suchten Schutz in Evakuierungszentren.
Innerhalb von zwei bis drei Tagen fielen in Bangkok rund 320 Millimeter Regen – fast so viel, wie die Stadt gewöhnlich im gesamten September erhält. Landesweit starben mindestens acht Menschen, mehr als 580.000 Häuser waren von den Überschwemmungen betroffen.
Auslöser der heftigen Regenfälle waren ein Tiefdruckgebiet und ein kräftiger Südwestmonsun. Solche Wetterlagen gehören zur Regenzeit in Thailand. Auch ohne den menschengemachten Klimawandel hat es in der Region immer wieder schwere Überschwemmungen gegeben.
Allerdings verändert die Erderwärmung die Voraussetzungen für Starkregen. Wärmere Luft kann mehr Wasserdampf aufnehmen. Der Weltklimarat IPCC stellt für Südostasien bereits eine Intensivierung von Starkniederschlägen fest, wobei die Stärke des Trends regional unterschiedlich ist.
Für die Zukunft erwartet der IPCC, dass starke Niederschläge in Südostasien bei weiterer Erwärmung intensiver und häufiger werden. Damit kann auch das Überschwemmungsrisiko steigen. Wie schwer ein Hochwasser ausfällt, hängt allerdings zusätzlich von Faktoren wie Entwässerung, Wasserständen und Bebauung ab.
Ob und wie stark der Klimawandel gerade die aktuellen Regenfälle in Bangkok verstärkt hat, lässt sich bislang nicht beziffern.
