Niedrigwasser im Rhein verursacht erheblichen Schaden

Der Rhein hat Niedrigwasser wie schon lange nicht. Die Kosten dürften in den hohen dreistelligen Millionenbereich gehen.

Das Foto vom 14. August 2026 zeigt die Burg Pfalzgrafenstein auf einer Insel im ausgetrockneten Rhein bei Kaub in Westdeutschland. (Foto: Torsten Silz / AFP)

Das Niedrigwasser im Rhein schränkt die Binnenschifffahrt deutlich ein. Besonders am Mittelrhein sind die Pegel stark gefallen. Am Pegel Kaub, einem wichtigen Referenzpunkt für die Schifffahrt, ist der Wasserstand so niedrig, dass Frachtschiffe nur mit reduzierter Ladung fahren können.

Weniger Ladung, höhere Kosten

Je niedriger der Wasserstand, desto weniger Güter können Schiffe aufnehmen. Für die gleiche Transportmenge sind deshalb mehr Fahrten nötig. Ein Teil der Fracht wird auf Bahn und Lastwagen verlagert. Auch einzelne Fährverbindungen wurden eingeschränkt oder eingestellt.

Betroffen sind vor allem Chemie-, Mineralöl-, Baustoff-, Stahl- und Energieunternehmen. Sie transportieren große Mengen an Rohstoffen und Massengütern über den Rhein. Die Frachtraten auf wichtigen Strecken sind deutlich gestiegen, ebenso die Kosten für Ausweichtransporte.

Schaden noch nicht vollständig beziffert

Eine belastbare Gesamtsumme liegt bislang nicht vor. Die bisherigen Belastungen dürften sich jedoch bereits im hohen dreistelligen Millionenbereich bewegen. Dazu kommen Kosten durch Verzögerungen, zusätzliche Transporte und mögliche Produktionsausfälle.

Besonders betroffen sind Unternehmen, deren Standorte bei der Rohstoffversorgung stark vom Rhein abhängen.

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