In Aserbaidschan hat ein Gericht den Menschenrechts- und Klimaaktivisten Anar Mammadli nach Angaben seines Anwalts am Montag zu 13 Jahren Gefängnis verurteilt. Er wurde laut AFP unter anderem der illegalen unternehmerischen Tätigkeit, Geldwäsche, des Schmuggels, der Steuerhinterziehung und der Urkundenfälschung für schuldig befunden, wie sein Anwalt mitteilte. Der Verteidiger kündigte Berufung gegen das Urteil an.
Mammadli war 2024 wegen Schmuggelvorwürfen festgenommen worden, die Menschenrechtsgruppen als haltlos bezeichnen. Seine Organisation hatte Unregelmäßigkeiten bei der Präsidentschaftswahl in Aserbaidschan im Februar 2024 gemeldet. Mammadli ist zudem Mitbegründer der Organisation Climate of Justice Initiative, um in seinem Land für mehr Umweltgerechtigkeit zu werben.
Internationale Menschenrechtsorganisationen wie Amnesty International und Human Rights Watch und der UN-Sonderberichterstatter für Umweltaktivisten haben das Verfahren gegen Mammadli verurteilt und seine Freilassung gefordert.
Jedes Anzeichen von Dissens wird in Aserbaidschan in der Regel mit harter Hand von der Regierung unter Präsident Ilham Alijew bekämpft. Der Westen hat die Verfolgung politischer Gegner und die Unterdrückung unabhängiger Medien in der ehemaligen Sowjetrepublik scharf kritisiert. Der autoritär regierende Alijew ist in der Kaukasusrepublik seit 2003 an der Macht.
