Das Ozonloch über der Antarktis ist im vergangenen Jahr deutlich kleiner ausgefallen als im langjährigen Vergleich. Es gehörte zu den vier bis fünf kleinsten seit 1992, wie die Weltwetterorganisation in ihrem am Mittwoch veröffentlichten neuen Ozon-Bericht mitteilte. Bereits im zweiten Jahr in Folge lagen sowohl Ausdehnung als auch Stärke des Ozonabbaus deutlich unter dem Durchschnitt der Jahre 1990 bis 2010.
Die WMO führt die langfristige Erholung vor allem auf internationale Maßnahmen zum Verbot ozonschädigender Chemikalien zurück. Mit dem Montrealer Protokoll wurden Stoffe wie Fluorchlorkohlenwasserstoffe (FCKW), die früher unter anderem in Kühlschränken, Klimaanlagen und Sprays eingesetzt wurden, schrittweise aus dem Verkehr gezogen.
WMO sieht langfristige Erholung
WMO-Generalsekretärin Celeste Saulo bezeichnete die Entwicklung als eine „Erfolgsgeschichte für die Umwelt“. Seit Beginn des Jahrhunderts erhole sich die Ozonschicht, eine vollständige Regeneration werde allerdings noch mehrere Jahrzehnte dauern.
Für 2025 ermittelte die WMO ein maximales Ozondefizit von 36,7 Millionen Tonnen. Das waren mehr als 25 Prozent weniger als im Durchschnitt der Jahre 1990 bis 2010. Die Organisation warnt jedoch davor, einzelne Jahre überzubewerten. Wetter- und Strömungsverhältnisse in der Atmosphäre können die Größe des Ozonlochs von Jahr zu Jahr erheblich beeinflussen.
Die Ozonschicht schützt Menschen, Tiere und Pflanzen vor einem großen Teil der schädlichen ultravioletten Strahlung der Sonne. Eine erhöhte UV-Belastung kann unter anderem das Risiko von Hautkrebs und Augenerkrankungen erhöhen und Ökosysteme sowie Nutzpflanzen schädigen.
