Verteidigungsminister Dong Jun forderte am Mittwoch beim 13. Beijing Xiangshan Forum mehr internationale Zusammenarbeit bei der Sicherheit von Weltraum, Tiefsee und Künstlicher Intelligenz. Dabei gehe es nach seinen Worten auch darum, militärischen Missbrauch und die Übertragung von Risiken zwischen verschiedenen Bereichen zu verhindern. China plädiere deshalb für mehr Sicherheitsdialog, gemeinsame Risikobewertungen und internationale Regeln.
Die Aussagen fallen in einen aktuellen Streit zwischen Peking und Washington über Waffen im All. Bereits am Dienstag war Chinas Außenministerium auf Berichte angesprochen worden, wonach die US Space Force erklärt habe, die USA verfügten über im Orbit stationierte Waffen. Außenamtssprecher Guo Jiakun erklärte daraufhin, China lehne eine „Bewaffnung“ des Weltraums und ein Wettrüsten im All ab und forderte die USA auf, ihren militärischen Ausbau dort zu stoppen. Auf die gleichzeitig gestellte Frage, ob China selbst Waffen im Weltraum stationiert habe, ging Guo nicht konkret ein.
Damit verbindet Peking seine Warnung vor militärischer Konkurrenz im All mit einer breiteren Debatte über neue Sicherheitsräume: Neben dem Weltraum rückt China ausdrücklich auch die Tiefsee in den Fokus internationaler Regeln. Die Position zum Weltraum ist dabei nicht neu. In seiner Globalen Sicherheitsinitiative fordert China seit mehreren Jahren internationale Rüstungskontrollregeln für das All und spricht sich gegen ein Wettrüsten dort aus.
