In Valencia wurden Straßen und Tunnel überflutet, der Metro- und Bahnverkehr war zeitweise gestört. In Torrent fielen 71 Liter Regen pro Quadratmeter innerhalb einer halben Stunde. Auch am Freitag kam es in Barcelona erneut zu Starkregen: Am Hafen wurden 28,3 Liter innerhalb von 30 Minuten gemessen, mehrere Straßen am Front Marítim liefen voll, wie La Vanguardia berichtet.
Auch andere Orte waren betroffen. In Chiva, l’Eliana und Alboraia wurden hohe Niederschlagsmengen registriert, in Torrent mussten Menschen aus einem überfluteten Restaurant gerettet werden. Der Flughafen Valencia wurde zeitweise geschlossen, mehrere Flüge wurden umgeleitet. In Katalonien starb in Olivella bei Barcelona ein Mann, nachdem sein Fahrzeug von einem Bach mitgerissen worden war. Am Flughafen Barcelona-El Prat wurden nach Angaben von RTVE 23 Flüge gestrichen.
Besonders anfällig sind die dicht bebauten und stark versiegelten Küstenräume am Mittelmeer, wo kleine Bäche und Entwässerungssysteme bei Starkregen schnell an ihre Grenzen kommen. Hinzu kommt das ungewöhnlich warme Mittelmeer. Eine von der spanischen Wetterbehörde AEMET mitgetragene Studie zur Flutkatastrophe von Valencia 2024 zeigte, dass die Erwärmung des Mittelmeers mehr Feuchtigkeit und Energie für die damaligen Gewitter bereitstellte und der menschengemachte Klimawandel die Niederschlagsintensität verstärkte. Für die aktuellen Unwetter ist ein solcher Einfluss bislang nicht gesondert nachgewiesen.
