Deutschland will bei Künstlicher Intelligenz aufholen. Nach Informationen des Handelsblatt arbeitet das Kanzleramt an einem KI-Pakt mit dem US-Chiphersteller Nvidia. Beteiligt sein sollen auch deutsche Unternehmen – darunter Black Forest Labs aus Freiburg.
Für die Bundesregierung ist das Unternehmen deshalb interessant, weil es zu den wenigen deutschen Firmen gehört, die eigene leistungsfähige KI-Modelle entwickeln. Gleichzeitig zeigt der Fall aber auch, wie abhängig die deutsche KI-Branche weiterhin von amerikanischer Hardware und Rechenleistung ist.
Black Forest Labs hat Standorte in Freiburg und San Francisco. Gegründet wurde das Unternehmen von Forschern, die zuvor unter anderem an Stable Diffusion beteiligt waren.
Nach eigenen Angaben ist Black Forest Labs mit 3,25 Milliarden US-Dollar bewertet und hat bislang 450 Millionen Dollar Kapital eingesammelt. Damit gehört das Unternehmen zu den höher bewerteten deutschen KI-Start-ups.
Sollte der geplante KI-Pakt zustande kommen, könnte Black Forest Labs eine Rolle als deutscher Anbieter von KI-Modellen übernehmen. Nvidia soll dem Projekt dem Bericht zufolge unter anderem Chips und technische Unterstützung zur Verfügung stellen.
Sitz in Freiburg und San Francsico
Black Forest Labs wurde 2024 gegründet und entwickelt KI-Modelle für die Erzeugung und Bearbeitung von Bildern und Videos. Bekannt ist das Unternehmen vor allem für seine Modellreihe FLUX.
An der Spitze steht Robin Rombach. Er ist Mitgründer und CEO von Black Forest Labs. Zum Gründungsteam gehören außerdem Forscher, die zuvor an Latent Diffusion und Stable Diffusion gearbeitet hatten – zwei wichtigen Grundlagen moderner Bild-KI. Black Forest Labs verweist selbst auf diese Vorgeschichte.
In Deutschland firmiert das Unternehmen als BFL GmbH. Geschäftsführer sind laut Impressum von Black Forest Labs Robin Rombach, Andreas Blattmann und Axel Sauer. Der Firmensitz liegt in Freiburg im Breisgau, daneben unterhält Black Forest Labs einen Standort in San Francisco.
Nvidia ist bereits an Bord
Black Forest Labs ist innerhalb kurzer Zeit stark gewachsen. Im Juni 2026 sprach Rombach von rund 90 Mitarbeitern. Das Unternehmen nennt inzwischen eine Bewertung von 3,25 Milliarden US-Dollar und insgesamt 450 Millionen Dollar eingesammeltes Kapital.
Zu den Investoren zählen unter anderem Andreessen Horowitz, General Catalyst, Salesforce Ventures und Nvidia. Ende 2025 nahm Black Forest Labs bei einer Finanzierungsrunde weitere 300 Millionen Dollar ein.
Die Verbindung zu Nvidia besteht damit bereits. Für den geplanten KI-Pakt ist Black Forest Labs vor allem deshalb relevant, weil es zu den wenigen deutschen Unternehmen gehört, die eigene KI-Modelle entwickeln und zugleich international aufgestellt sind.
