EU erwartet für den Winter sehr hohe Energiepreise

Die Europäer müssen sich auf hohe Energiekosten einstellen.

EU-Kommissar Dan Jörgensen. (Foto: EU-Parlament)
EU-Kommissar Dan Jörgensen. (Foto: EU-Parlament)

Die Europäische Union erwartet für den Winter „sehr hohe“ Energiepreise. „Es besteht kein Zweifel daran, dass wir auf einen Winter zugehen, der herausfordernd sein wird“, sagte EU-Energiekommissar Dan Jörgensen am Dienstag nach einem Treffen der Energieminister in Dublin alut AFP. „Wir rechnen nicht mit Problemen bei der Versorgungssicherheit, aber wir rechnen mit sehr hohen Preisen“, fügte er hinzu. Auch der Chef der Internationalen Energieagentur (IEA), Fatih Birol, der gemeinsam mit Jörgensen vor die Presse trat, sprach von einem „sehr schwierigen Winter“.

Jörgensen hatte bereist zuvor angekündigt, dass die EU-Staaten alle Möglichkeiten zum Energiesparen ausschöpfen müssten.

Die Preissituation könnte sich verschärfen, sollen die USA einen Export-Stopp für Diesel beschließen.

Die Energiepreise sind infolge des Iran-Kriegs zuletzt wieder deutlich gestiegen. Die Bundesregierung beschloss deswegen, ab Oktober erneut einen Tankrabatt einzuführen. Spätestens zum 1. Januar soll zudem ein Spritpreisdeckel eingeführt werden. Zudem erwägt Berlin auch die Möglichkeit einer Direktzahlung zum Ausgleich für hohe Energiepreise an Haushalte mit geringen Einkommen Jörgensen sagte, Brüssel prüfe derzeit „alle Ideen, um die Regeln flexibler zu gestalten“.

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