Wälder und Böden nehmen Kohlendioxid aus der Atmosphäre auf. Hitze, Dürren, Brände und Schäden an Ökosystemen können diese Aufnahme verringern. In einzelnen Regionen geben sie zeitweise mehr Kohlenstoff ab, als sie aufnehmen.
Der „Planetary Health Check 2026“ des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung untersucht diese natürlichen CO₂-Speicher. Mehr als 60 Wissenschaftler haben dafür neun zentrale Bereiche des Erdsystems bewertet. der Bericht wurde am Montag in New York vorgestellt.
Sieben davon gelten als überlastet: Klima, biologische Vielfalt, Landnutzung, Wasserhaushalt, Stickstoff- und Phosphorkreisläufe, künstlich erzeugte Stoffe und die Versauerung der Meere.
Besonders unsicher ist, wie viel CO₂ Wälder und Böden künftig noch aufnehmen können. Viele Klimamodelle rechnen weiterhin mit großen natürlichen Senken. „Unser Weg zu Netto-Null-Emissionen ist auf funktionierende Kohlenstoffsenken angewiesen“, sagt PIK-Forscher Boris Sakschewski.
In Deutschland verloren die Wälder in den Dürrejahren 2018 bis 2020 nach Berechnungen des Thünen-Instituts ihre Funktion als Kohlenstoffsenke weitgehend. Die Waldböden speicherten zugleich mehr Kohlenstoff und glichen die Verluste der Bäume in den ersten Schadensjahren fast vollständig aus.
Auch die Meere binden Kohlendioxid. Dadurch wird das Wasser saurer. Das belastet Korallen und Schalentiere.
Bei Stickstoff und Phosphor stammt ein großer Teil der Belastung aus der Landwirtschaft. Überschüssiger Dünger gelangt in Böden, Flüsse, Seen und Meere.
Innerhalb der festgelegten Grenzen liegen nur noch die Ozonschicht und die Belastung der Atmosphäre durch Aerosole.
