China und Spanien produzieren gemeinsam Elektroautos für Europa

Der chinesische Elektroautohersteller Leapmotor will seinen SUV für 30.000 Euro in Europa verkaufen.

Der in Saragossa gefertigte Leapmotor. (Foto: Stellantis)
Der in Saragossa gefertigte Leapmotor. (Foto: Stellantis)

Der chinesische Elektroauto-Hersteller Leapmotor lässt den vollelektrischen SUV B10 im Stellantis-Werk in Figueruelas bei Zaragoza fertigen. Die Fahrzeuge sind für den europäischen Markt bestimmt. In Deutschland wird der B10 derzeit ab 30.400 Euro angeboten. Im Oktober hat die die Serienfertigung begonnen.

Das Fahrzeug wird über das Gemeinschaftsunternehmen Leapmotor International vermarktet. Stellantis hält daran 51 Prozent, Leapmotor 49 Prozent. Stellantis hatte 2023 rund 1,5 Milliarden Euro in Leapmotor investiert.

In Figueruelas produziert Stellantis außerdem den Opel Corsa, den Peugeot 208 und den Lancia Ypsilon. Der B10 ist das erste Modell der chinesischen Marke Leapmotor, das dort gefertigt wird.

Bislang hatte Leapmotor seine Fahrzeuge für Europa aus China exportiert. Nach Angaben der Unternehmen sollen künftig weitere Leapmotor-Modelle in Spanien produziert werden. Leapmotor-Manager Danilo Annese kündigte im Oktober entsprechende Pläne an.

Gemeinschaftsunternehmen für Auslandsmärkte

Leapmotor International wurde im Rahmen der seit 2023 bestehenden Zusammenarbeit von Stellantis und Leapmotor gegründet. Das Unternehmen ist für den Vertrieb und die Produktion von Leapmotor-Fahrzeugen außerhalb Chinas zuständig.

„Wenn unsere Partnerschaft (zwischen Stellantis und Leapmotor) die Strategie ist, dann ist Saragossa der Beweis dafür, dass wir globale Technologie, Wettbewerbsfähigkeit und europäische industrielle Kompetenzen miteinander verbinden können“, sagte Stellantis-Vertreterin Silvia Vernetti laut der staatlichen chinesischen Global Times.

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