Marine Le Pen erreicht in einer neuen Umfrage zur französischen Präsidentenwahl 2027 zwischen 30 und 31 Prozent der Wahlabsichten. Jean-Luc Mélenchon kommt je nach Kandidatenfeld auf 19 bis 20 Prozent. Die am 24. September veröffentlichte Erhebung wurde von Cluster17 für Politico durchgeführt. In zwei der drei untersuchten Konstellationen liegt Mélenchon gleichauf mit dem früheren Ministerpräsidenten Édouard Philippe.
Nach den von Cluster17 veröffentlichten Ergebnissen erreicht Le Pen in der Variante mit Gabriel Attal als Kandidaten der politischen Mitte 31 Prozent, Mélenchon kommt auf 20 Prozent. Dahinter folgen Raphaël Glucksmann mit 14 Prozent und Attal mit 13,5 Prozent. Wird stattdessen Philippe als Kandidat der Mitte getestet, erreichen er und Mélenchon jeweils 19 Prozent. Le Pen liegt auch in dieser Konstellation bei 31 Prozent, Glucksmann bei zwölf Prozent.
In einer weiteren Variante mit dem früheren Präsidenten François Hollande anstelle Glucksmanns kommen Philippe und Mélenchon auf jeweils 19,5 Prozent. Le Pen erreicht 30 Prozent, Hollande 7,5 Prozent. Wie Public Sénat über die Untersuchung berichtet, befragte Cluster17 am 15. und 16. September 2026 online 1.943 Personen, die in den französischen Wählerverzeichnissen eingetragen sind. Abgefragt wurden Wahlabsichten für den ersten Wahlgang.
Eine am 13. September veröffentlichte Erhebung von Ipsos-BVA/CESI für Le Monde und weitere Auftraggeber weist für Le Pen zwischen 33 und 35 Prozent aus. Mélenchon erreicht zwischen 15,5 und 17 Prozent, Philippe zwischen 14 und 21 Prozent. Die Untersuchung beruht auf einer Befragung von 13.060 registrierten Wahlberechtigten vom 3. bis 9. September.
Wie Le Parisien unter Berufung auf die Ipsos-Erhebung berichtet, belegt Mélenchon in vier von sechs getesteten Kandidatenfeldern den zweiten Platz hinter Le Pen. In den beiden anderen liegt Philippe vor ihm. Wird Philippe als einziger Kandidat der Mitte neben Glucksmann getestet, erreicht er 17,5 Prozent gegenüber 15,5 Prozent für Mélenchon. In der Variante mit Olivier Faure statt Glucksmann kommt Philippe auf 21 Prozent, Mélenchon auf 16,5 Prozent.
Die am 14. September veröffentlichte Umfrage von Toluna Harris Interactive für M6 und RTL verzeichnet Mélenchon in drei von fünf Varianten auf dem zweiten Platz. In einer weiteren liegt er gleichauf mit Philippe. Befragt wurden vom 8. bis 10. September 2.052 Wahlberechtigte. Für eine gesondert abgefragte hypothetische Stichwahl zwischen Le Pen und Mélenchon weist die Untersuchung 67 Prozent für Le Pen und 33 Prozent für Mélenchon aus. Diese Werte beschreiben geäußerte Wahlabsichten, keine Wahrscheinlichkeiten für einen Wahlsieg.
