Niedrigwasser am Rhein und anderen Flüssen in Europa

Niedrige Wasserstände beeinträchtigen die Schifffahrt auf dem Rhein.
Auch aus anderen europäischen Flussgebieten und einem polnischen Stausee wird Wassermangel gemeldet.

Ein Frachter fährt auf dem Rhein. (Screenshot HS)
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Am Rhein ist der Pegel bei Kaub am Donnerstag, 24. September 2026, auf zwei Zentimeter gefallen. Am Freitagmorgen lag er zwischenzeitlich wieder bei fünf Zentimetern. Das berichtete Reuters unter Berufung auf die Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes. Die vorläufigen Daten deuteten demnach auf einen historischen Tiefststand hin; dieser müsse noch überprüft werden.

Im weiteren Verlauf des Freitags sank der Wasserstand erneut. Der amtliche Wasserstraßen-Informationsdienst ELWIS verzeichnete für den 25. September um 21 Uhr einen Pegelstand von null Zentimetern. Es handelt sich um ungeprüfte Messdaten.

Frachtschiffe können wegen des Niedrigwassers nur einen Teil ihrer üblichen Ladung transportieren. Nach dem Bericht von Reuters steigen dadurch die Frachtkosten. Über den Rhein werden unter anderem Getreide, Erze, Kohle und Mineralölprodukte befördert.

An der Donau nähern sich die Wasserstände erneut den Tiefstwerten des Spätsommers. Niederschläge aus der Vorwoche hatten die Wasserführung vorübergehend verbessert. Das meldete Binnenschifffahrt Online am 24. September unter Berufung auf die Bundesanstalt für Gewässerkunde.

Auch an der Elbe bewegen sich die Pegelstände laut demselben Bericht auf sehr niedrigem Niveau und nähern sich wieder den Tiefstwerten des Spätsommers.

Polen

Am Żywiec-Stausee im Süden Polens sind nach anhaltender Trockenheit große Teile des Stauseebodens freigelegt. Besonders am Südufer ist die Wasserfläche gegenüber dem Vorjahr zurückgegangen. Das dokumentiert eine Veröffentlichung von Copernicus vom 22. September. Verglichen wurden Satellitenaufnahmen vom 20. September 2025 und vom 18. September 2026. Nach Angaben des europäischen Erdbeobachtungsprogramms war für die Region bereits Anfang September 2026 eine hydrologische Dürrewarnung ausgegeben worden.

Moldau

An Dnister und Pruth herrscht nach Angaben des moldauischen Umweltministeriums erheblicher Wassermangel. Die niedrigen Wasserstände gefährden demnach die Wasserentnahme und die Versorgungssysteme.

In den ersten 20 Septembertagen flossen dem flussaufwärts in der Ukraine gelegenen Stausee Nowodnistrowsk nach Angaben des Ministeriums durchschnittlich rund 23 Kubikmeter Wasser pro Sekunde zu. Gleichzeitig wurden 60 Kubikmeter pro Sekunde flussabwärts abgegeben. Dadurch gingen die Wasserreserven des Stausees weiter zurück. Das Ministerium veröffentlichte diese Angaben am 22. September und rief dazu auf, Wasserverluste zu beheben und unnötigen Verbrauch zu vermeiden.

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