China hat den wichtigsten Bauabschnitt seiner ersten Offshore-Plattform abgeschlossen, die Kohlendioxid unter dem Meeresboden speichern und zugleich die Erdgas-Förderung verbessern soll. Das berichtete CCTV News unter Berufung auf den staatlichen Energiekonzern CNOOC, wie die staatliche Global Times meldet.
CO₂ soll wieder unter die Erde
Die Anlage befindet sich im Gasfeld Dongfang 1-1 vor der chinesischen Küste. Dort fällt bei der Erdgasförderung auch Kohlendioxid an. Künftig soll dieses CO₂ aufgefangen, gereinigt und unter hohem Druck wieder tief unter den Meeresboden gepresst werden.
Das hat zwei Ziele: Zum einen soll das Kohlendioxid dauerhaft gespeichert werden und damit nicht in die Atmosphäre gelangen. Zum anderen soll das eingepresste CO₂ dabei helfen, zusätzliches Erdgas aus dem Gestein zu lösen, das bisher nur schwer gefördert werden kann. Nach Angaben des Berichts soll die Anlage jedes Jahr mehr als eine Million Tonnen CO₂ unter dem Meeresboden speichern können.
Plattform fast 17.000 Tonnen schwer
Die Plattform ist fast 17.000 Tonnen schwer und höher als ein 28-stöckiges Gebäude. Ihre Decks haben zusammen eine Fläche von mehr als 10.000 Quadratmetern.
Das Gasfeld Dongfang 1-1 ist seit 2003 in Betrieb und hat bislang mehr als 50 Milliarden Kubikmeter Erdgas geliefert. Da das Feld älter wird, sinkt die Gasmenge, während zugleich mehr CO₂ mitgefördert wird. Das Projekt ist die erste große Offshore-Anwendung dieser Art in China. Es soll zeigen, wie sich CO₂-Speicherung und Erdgasförderung miteinander verbinden lassen.
