Li Jiaqi in seiner Show erstmals das „unsichtbare“ Produkt an – ein Novum für einen chinesischen Top-Livestreamer, der KI-Rechenleistung als Ware verkaufte. Li hatte einst einen Rekord aufgestellt, indem er in einem Livestream 15.000 Lippenstifte in fünf Minuten verkaufte.
Innerhalb einer halben Stunde verkaufte der von Li und Chen Yusen, Vizepräsident der Alibaba Group und CEO von QwenWork, moderierte Livestream 100.000 monatliche Mitgliedskarten für QwenWork, was etwa 2 Billionen Tokens entspricht, wie die staatliche Global Times berichtet.
Ein Token ist die Einheit, mit der gemessen wird, wie viele Informationen ein großes KI-Modell verarbeitet und generiert. Was die Nutzer kaufen, ist im Prinzip ein Kontingent für Modellaufrufe.
Im Chat des Livestreams kursierten begeisterte Kommentare wie „3-2-1, Tokens raus!“. Eine monatliche Mitgliedschaft bei QwenWork für 0,01 Yuan entwickelte sich zum Verkaufsschlager. Laut Beschreibung bietet die Karte unbegrenzte Nutzung im Standardmodus für Büroarbeiten wie Textverarbeitung, Datenbearbeitung und PowerPoint-Präsentationen.
Li und Chen demonstrierten live, wie KI-Agenten Büroarbeit, Alltag, Bildung, Unterhaltung und weitere Bereiche abdecken können. Li berichtete außerdem, wie sein Livestream-Business KI einsetzt, beispielsweise mithilfe von KI und Big Data, um in Echtzeit Einkaufsrankings zu generieren.
So einfach wie Mobilfunk?
Bislang haben große E-Commerce-Plattformen wie Tmall und JD.com den Verkauf von Tokens eingeführt. Branchenkenner gehen davon aus, dass dadurch „das Aufladen von Rechenleistung so einfach wird wie das Aufladen eines Mobilfunkvertrags“.
Laut Daten von Alibaba, die der Global Times vorliegen, stieg das Bruttowarenvolumen (GMV) der Token-Kategorie auf Taobao am 20. Oktober, dem ersten Tag der Vorverkäufe zum Double 11, im Vergleich zum Vormonat um 450 Prozent. Nachdem Zhipu einen offiziellen Flagship-Store auf Tmall eröffnet hatte, stiegen die Suchanfragen nach der Marke innerhalb von 48 Stunden um das 50-Fache, und der Umsatz mit KI-Token-Abonnements legte im Monatsvergleich um mehr als 160 Prozent zu.
