Ozeane als CO₂-Speicher unter Druck

Ein neuer UN-Bericht warnt, dass Erwärmung, Versauerung und geschädigte Ökosysteme die Funktion der Ozeane beeinträchtigen könnten.

Die Ozeane nehmen rund 30 Prozent der vom Menschen verursachten CO₂-Emissionen und etwa 90 Prozent der zusätzlichen Wärme auf, die durch die Erderwärmung entsteht. Nach einem am Mittwoch veröffentlichten Bericht des UN-Umweltprogramms UNEP verändern steigende Meerestemperaturen, Versauerung, Sauerstoffverlust, Verschmutzung und der Verlust von Ökosystemen die Prozesse, durch die die Meere Kohlenstoff aufnehmen und speichern.

UNEP fordert deshalb bessere Messsysteme, mehr Daten und präzisere Modelle für den Kohlenstoffkreislauf der Ozeane. So soll früher erkennbar werden, wie sich ihre Fähigkeit zur Aufnahme und Speicherung von CO₂ verändert. Maßnahmen zum Schutz und zur Wiederherstellung mariner Ökosysteme könnten helfen. Sie seien jedoch kein Ersatz für eine deutliche Senkung der Treibhausgasemissionen.

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